gamescom 2010 – Moshpit ohne Metal

Mein zweiter Tag, der zweite Tag für normalsterbliche Besucher, der insgesamt dritte Tag der gamescom 2010 in Köln. Ich war letztes Jahr nicht da gewesen, umso verwunderter war ich, wie voll es wirklich werden würde.

Oder um einen Song von Farmer Boys zu zitieren: „Here comes the pain“

Den ersten Tag habe ich ja hinter mir (nachzulesen hier). Da man aber unmöglich alles in einen Tag reinquetschen kann (oder besser, weil ich vieles überhaupt nicht anspielen konnte), muss ein zweiter Tag irgendwie eingeplant werden. DaRuX und einige Freunde hatten vor, am Freitag der gamescom einen Besuch abzustatten. Also stand der Plan fest. Für’s erste jedenfalls, denn das Prinzip Chaos sollte aber später doch irgendwie obsiegen.


Immerhin, das Wetter spielt mit. Schnell noch ein Band geholt (gutes Vorbild, Jugendschutz und so Zeugs) und ab durch die Mitte bzw. zum Ausgang Süd bzw. zum Eingang Süd bzw. auch egal, hauptsache rein.

Einlass für normalsterbliches Volk war um 10:00 Uhr, für Fachbesucher um 9:00 Uhr und ich war sowieso schon vorher drin. Hihi ^.^


Wirklich schönes Wetter. Es würde heute noch viel wärmer werden…


Und direkt erstmal zu Sony in Halle… *im Katalog nachblättert*… Halle 7! Um diese Zeit sind die Aussteller noch damit beschäftigt, alle Geräte wieder ordnungsgemäß zum Laufen zu bringen. Und die Promoter an den Ständen, die selbst ein wenig Zeit finden, das eine oder andere anzuspielen. Eine schon fast besinnliche, ruhige Atmosphäre, die im extremen Kontrast zu den Szenen steht, die sich heute noch ereignen sollten.

Und wieder einen guten Freund getroffen. DaRuX ist ihm schon erlegen, ich werde am Mittwoch auch endlich in den Genuss kommen, diese Perle komplett spielen zu können. Scott Pilgrim, ich komme!

Ich sollte heute Gelegenheit haben, noch einmal etwas genauer beim Konami-Stand nachzusehen. Leider war immer noch kein Titel dabei, für den ich mich interessiere. Schade eigentlich. Vielleicht gibt es ja auf der Tokyo Game Show was, auch wenn ich aus verständlichen Gründen darüber nichts aus erster Hand berichten kann. Hier muss ich an Bloggerin Miew verweisen, die sicherlich einen interessanten Bericht liefern wird. I count on you!

„Portal 2“. Auch wenn der Stand letztlich nur eine Zick-Zack-Warteschlange ist, fand ich das Design schlicht und passend. Die Portale, die immer mal wieder an verschiedenen Stellen auf den Boden projiziert wurden, haben ein klein wenig Aperture-Science-Feeling. Und weiter.

Hüpfburg bei Norton oder so. Platt. Sollte sich aber in den nächten 15 Minuten ändern.


Ich sollte mit meinem Kumpel Virago die Möglichkeit haben, die Hardware später noch etwas genauer zu betrachten. Diese und die späteren Spielereien auf der kleinen Bühne mit flüssigem Stickstoff.

Dampf! Ich bin mittlerweile, Gratisgeschenken sei Dank, irgendwie Steam erlegen. Scheltet mich. Ich, der ich das Teil doch boykottieren wollte. Aber trotzdem habe ich noch genügend Zündstoff. Aber dazu an geeigneter Stelle und für einen späteren Artikel mehr. Nevertheless: Ich verlose noch Spielelizenzen über Steam. Bis zum 4. September 2010 habt ihr Zeit, das Rätsel zu lösen und entweder „Portal“ oder „Half-Life 2: Episode 2“ zu gewinnen.



Und diesmal war ich länger bei Nintendo. Ha! Und hatte Gelegenheit zwei Titel anzuspielen, auf die ich mich schon riesig freue: „Metroid: Other M“ und „Kirby’s Epic Yarn“. Mein Fazit zu beiden Spielen: Hervorragende Spielbarkeit, tolles Gameplay und einfach nur gute Spiele. Ist gekauft. Irgendwann. Denn zuerst benötige ich ein anderes Spiel. Kleiner Tipp: Remember Reach

Es war leer. Sehr leer. Und ich hatte diesmal die Gelegenheit „Fable III“ anzuspielen. Das letzte Fable, was ich gespielt habe war der erste Teil auf der alten Xbox und „Fable II“ als Demoversion auf der 360. Und weil es schon ein wenig länger her ist, habe ich die Steuerung quasi vergessen. Ungeübte Zocker dürfen aufatmen: die Steuerung ist sehr intuitiv und übersichtlich, man findent quasi sofort den Weg in das Spiel. Sprachausgabe, Grafik, Bewegungen, Charaktere… alles wie aus einem Guss. Auch wenn man Peter Molyneux vorwerfen mag, dass zum Release der Fable-Teile immer Elemente fehlen mögen, die vormals angekündigt und versprochen wurden, was letztlich zählt ist das Spielerlebnis und das Gameplay, und nicht zu vergessen der Spaß am Spiel. Und das ist insgesamt nur als „hervorragend gelungen“ zu bezeichnen.

Kinect habe ich mir diesmal ebenfalls nur angesehen. Aber wie zuverlässige Quellen berichteten, ist Kinect viel mehr als nur ein „EyeToy“-Abklatsch, als der es immer abgeschrieben wird: die Sensorleiste ist nur Hardware zur Erfassung der Daten, die Interpretation der Daten erfolgt nur (!) über die Software und ist mit der verwendeten Hardware State-of-the-Art. Mehrere Mikrofone, Tiefensensor, Infrarot- und Optiksensoren zur biometrischen Erfassung der Personen, reine Softwareinterpretation… das ist mehr als EyeToy, Move und Wiimote jemals können oder können werden. Bin zwar nach wie vor ein wenig skeptisch, aber ich schreibe Kinect mittlerweile nicht komplett ab. Mit den passenden Titeln kann das echt eine Bombe werden. Wenn man die Kinderkrankheiten in den Griff bekommt, denn momentan ist es imemr noch in Entwicklung, und selbst nach dem Release wird Kinect laufend verbessert. Liebe Sony-Fans (und evtl. Xbox-Hasser): versucht mal eine laufende Verbesserung der Möglichkeiten der vorhandenen Hardware mal bei Eye-Toy/Playstation Eye oder Move 🙂

„Halo: Reach“. Muss ich dazu noch mehr sagen? Eigentlich nicht. Nur, dass ich heute nach meiner Anspielsession auch ein kleines Goddie (mein einziges von Microsoft) erhalten habe: Den Noble 6 Helm für meine 360 Avatar. Endlich! Nachdem „Halo Waypoint“ und andere unzählige Seiten im Netz diese Codes geradezu inflationär unter die Leute geworfen haben (nach dem Prinzip „hier-ist-der-Code,-wer-ihn-am-schnellsten-einlösen-kann,-hat-das-Item“), bin ich froh, endlich das Teil zu haben. Yoohoo!

(Info am Rande: Das Item „Noble 6 Helm“ gibt es nicht über den Xbox Marktplatz zu kaufen, nur die Rüstung)

Und noch mal zu Lego Universe. Ich kann mir nicht helfen: alleine die Idee, ein Lego Online-Spiel zu machen, ist schon super. Ich bin noch ein wenig skeptisch, was die Jahresgebührn betrifft. Ein Abomodell erscheint mir angesichts von PrePaid-Karten für Online-Spiele ein wenig antiquiert. Und € 90,- für ein Jahr ist happig. Wer es ausprobieren will, was ich nur wärmstens empfehlen kann: Ich verlose noch bis zum 4. September 2010 insgesamt acht Beta-Keys für „Lego Universe“.


Und wieder zu „Portal 2″… diesmal gab es sogar ein T-Shirt. Meine Versuche, mit meiner Fotokamera vom Bildschirm zu filmen waren zum Scheitern verurteilt, trotzdem nach wie vor ein super Trailer. Und mittlerweile gefällt mir auch die neue Stimme von Wheatley besser.

Lustige Anekdote am Rande: als ich noch mit einigen anderen Fachbesuchern und Journalisten gewartet habe, ist einem Besucher etwas am gegenüberliegenden Stand aufgefallen und hat mich darauf aufmerksam gemacht. Einen Moment… *im Katalog blättert*… BigBen. Genau. Am BigBen Stand war es. Ein Rennspiel (fragt mich jetzt bitte nicht, welches) und passende Sitze samt Lenkrad und Pedalen. 3 aktive Spieler, eine davon eine junge Dame. Wie mir der Herr auf Englisch mitteilte, und mir auch aufgefallen ist, die Herren der Schöpfung relativ schnell und rasant unterwegs und immer wieder Kollisionen mit der Bande. Die junge Frau hingegen… nunja, ein wenig vorsichtiger und keine Crashs bisher whatsoever. Bis es dann knallte. Musste ich kommentieren „Well, I guess there’s a first time for everything“ 🙂 Im Nachhinein betrachtet ist es aber auch das, was die gamescom ausmacht. Spielen, spielen lassen, zusehen, Spaß haben, sich austauschen, Informationen erhalten und geben. Die Dame hat mit dem Auto die Bande übrigens noch ein, zwei Mal mehr umarmt. Der Paladin schmunzelt.


Le Troupe Infernale ist auch endlich eingetroffen. DaRuX, Mr. S, Mr. Th., Virago und sein Bruder wurden vom Eingangsbereich umgeleitet und ich habe die Gruppe am Eingang zu Halle 9 getroffen. Alle Personen, die ich kenne und von denen ich kein Einverständnis zur Veröffentlichung von Gesichtern habe, habe ich aus Datenschutzgründen etc. unkenntlich gemacht. Der Rest im Hintergrund ist mir 1. gänzlich unbekannt und 2. schmückendes Beiwerk zur Atmosphäre auf meinen Bildern. Außerdem bin ich von der Presse. Oder so.


Direkt mal umgesehen, noch und nöcher. Nachdem man sich einen groben Überblick verschafft und DaRuX einige Fotos mit den sog. „Messe-Babes“ schießen konnte, ging es wieder zu den Spielen. Dieses hier hört z. B. auf den Namen „MicroVolts“ und scheint, lt. DaRuX‘ kompetentem Testurteil (er hat es anspielen können), ein sehr spaßig 3rd Person Shooter zu sein. Man konnte sich einen Key für die Closed-Beta sichern, die ich in jedem Fall einmal antesten werde.




Wir haben uns einige Zeit beim „End Of Nations“-Stand aufhalten können und ich habe mal einen genaueren Blick auf die Monitore werfen können. Das Spiel ist ein MMORTS und so gesehen das erste seiner Art. Man kämpft gegen einen gemeinsamen Feind (vom Computer gesteuert), Spielmodi wie Player-vs.-Player sind aber ebenfalls möglich. Mehr als 50 (!) Mitspieler können gleichzeitig in Szenarien spielen. Klingt zuerst nach Chaos, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass da ein ausgeklügeltes System steckt. Bitte daran denken: Ich verlose bis zum 4. September 2010 drei Beta-Keys für „End of Nations“.


Razer! Ich könnte kotzen. Bilder wie diese sollten sich im Laufe des Tages häufen, daher von mir an dieser Stelle exemplarisch nur das Chaos vom Razer-Stand. Massenpanik vs. Moshpit vs. Kinderkirmestechno vs. Karneval vs. Hartz IV? Anders kann ich mir Brüllaktionen und Hände-in-die-Luft und Competitions a’la „wer kann am längsten RAZER! brüllen?“ nicht erklären, nur um vielleicht an das eine oder andere Schlüsselband (!) oder T-Shirt (!!) oder undefinierbares Etwas im Pappkarton (!!!) zu kommen. Die „Messe-Babes“ (man möge mir den Ausdruck verzeihen, aber er ist nun mal etabliert) standen mit den Gesichtern meist nur zur Mitte des Publikums. Sinnloses Rumstehen für nichts und wieder nichts ist sinnlos und war mir bereits nach einer halben Minute zu blöd. Muss ich nicht haben. Das ist es nicht, weshalb ich auf die gamescom gegangen bin.

Nostradamus sagte mir, es gäbe lustige Haarbänder mit dem grünen Sims-Diamanten oben drauf. Musste dann feststellen, dass diese Gimmicks nur äußerst spärlich verteilt werden. Schade eigentlich. „Sims 3“ habe ich anspielen können und macht auf der Konsole einen guten Eindruck, auch wenn ich das Gameplay nach wie vor ein wenig zäh finde. Das heftige Ruckeln beim Rauszoomen hat mich beim Anspielen massivst gestört. Hoffentlich wird das bis zum Release behoben (vom Paladin angespielt: 360-Version).


Vom EA-Stand hat man wenigstens gute Bilder der Halle und dem umliegenden Chaos machen können.

Ja, 1C Company (russischer Entwickler und Publisher) habe ich noch einen Besuch abgestattet. „Theatre of War 3: Korea“ konnte ich mal anspielen. Sah ganz gut aus, aber irgendwie gab es ziemlich heftige Lags beim Spielen. Schade.

Nach einiger Zeit, und weil der Rest der Troupe Infernale wieder vor sinnlosen Bühnen nach Gimmicks (u.a. Vuvuzelas *WTFZOMG!!!*) gelechzt hat, habe ich mit Virago abgeseilt und habe Asus einen Besuch abgestattet. Es sollte später eine Overclocking-Competition geben. Vorher gab es aber lustige Ansprachen vom MC auf de Bühne und Spielereien mit flüssigem Stickstoff.

Eine Art Brötchen mit Körnern. Spitz zulaufend, mit Schinken-Käse-Irgendwas belegt und € 2,60 dafür bezahlt. Sehr teuer. Mein Frühstück und Mittagessen in einem.

Achtung: Ironie!
Am BigBen-Stand trainierte die Killerspiel-Jugend für die nächsten Amokläufe mit hochrealistischem Kriegsgerät. Ironie Ende!
Ich meine, Lightgun-Shooter mit Plastikwummen die nach Kinderspielzeug aussehen ist ja noch okay, aber ein Controller, der mehr als nur ansatzweise nach einem Gewehr aussieht? Zur offenen Vorführung für Definitiv-unter-16-jährige? Ich will jetzt nicht die große Jugendschutzkelle rausholen, aber das hier halte ich doch etwas für bedenklich…

Die Cyberbike-Dinger sahen ganz okay aus. Bewegung, Bewegung, noch mehr Bewegung. Man kann sagen was man will, aber Bewegung ist das Thema Nr. 1 der gamescom 2010. Mal sehen, was nächstes Jahr das Hauptthema der Hersteller und Publisher wird.


Habe mich noch ein wenig umgesehen, zwischenzeitlich kleinere Pausen eingelegt, mir einen Crêpe mit Eierlikör gegeben (lecker und relativ günstig) und zwischenzeitlich mal kurz in die Business Area abgetaucht, um dem Lärm zu entkommen. Erfolgreich, will ich meinen. Aber der Tag hat letztlich doch unbarmherzig seinen Tribut gefordert.


Es ist warm, mir war heiß, ich fühlte mich einfach nur noch unwohl in meiner Haut. Meine Füße haben jeden Schritt mit unangenehmen Reaktionen entlang der Nerven (a.k.a. Schmerz) kommentiert, meine Beine waren schwerer als noch am Morgen. Kurze SMS und ab nach Hause.

Wieder einmal die Helden, meine Helden von Coca Cola Zero, die erneut jedem direkt am Ausgang eine eiskalte 0,25l Dose in die Hand drückten. Herrlich erfrischend wie Morgentau. Nochmals Danke 🙂

Der Freitag sollte mein letzter Tag auf der gamescom 2010 werden, daher hier nun mein abschließendes Fazit und einige Anmerkungen.

Zum einen war die Bundeswehr ebenfalls auf der Messe mit einem Stand vertreten. Behörden, Branchenverbände, Hardwarehersteller im Entertainmentbereich alles noch gut und schön, aber auf einer Spielemesse? Hier hat die Bundeswehr nach meiner Meinung nichts verloren. So etwas giesst doch nur wieder Kerosin in das Feuer der Spielehasser, die immer wieder mit den fadenscheinigen Vorurteilen ankommen, Shooter seien „Trainigsprogramme für das Militär und würden Jugendliche damit trainieren und ihre Hemmschwelle herabsenken“ (Aussage in etwa angelehnt an polemische und demagoge Apelle von CDU/CSU, dem AAW und Zensursula). Obwohl andersrum auch ein Schuh draus wird, wenn die Bundeswehr „Amokläufer“ und „virtuelle Mörder“ rekrutieren will. Ich würde mich freuen, wenn die Bundeswehr ab nächstem Jahr nicht mehr vertreten wäre. Und ich bin sicherlich nicht der einzige mit meiner Kritik an dieser mehr als bedenklichen Präsens des Militärs auf einer Computer- und Videospielmesse.

Die USK gibt sich offen, modern, hell und freundlich. Das geht aber leider wieder unter, wenn in Fragerunden gerne mal auf die Shooter-Fraktion gezielt wird, wie beispielsweise an meinem ersten Tag mit dem Shooter-Kommentar, oder am Freitag mit einer Quizfrage, wie ein Lightgun-Shooter in EA-Marketingsprache heissen würde (in diesen Fall „guided first-person experience“). So etwas hinterlässt einen schalen, fiesen Nachgeschmack, den man nur zu gern mit irgendwas runterspülen will. Muss nicht sein, hat die USK eigentlich nicht nötig.

Insgesamt waren die Stände sehr gut aufgebaut und bis auf wenige Ausnahmen sehr offen gestaltet. Die 18er-Bereiche waren allerdings Schlangenfallen und haben viele Bereiche sehr zäh gemacht. Bei zukünftigen Veranstaltungen würde ich eine 18er-Halle begrüßen, die sich aber wahrscheinlich aus diversen Gründen nicht realisieren lassen würde (Kosten- und Platzfaktor).

Die „Messe-Babes“ und die Promoter an den Ständen waren freundlich und hilfsbereit. Die Aktionen diverser Hersteller und Publisher mit den kleineren Bühnen erinnert an „Massenpanik vs. Moshpit vs. Kinderkirmestechno vs. Karneval vs. Hartz IV“ und sollte noch einmal gründlichst überdacht werden, da man sich spätestens nach dem dritten falschen Versprechen von der Bühne von mehr geworfenen Goodies ziemlich verarscht vorkommt. Das Messepersonal war über alle Maßen freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Mein großes Lob an dieser Stelle an koelnmesse, die diese gamescom überhaupt erst möglich gemacht haben. Ich freue mich bereits auf nächstes Jahr.

P.S. Es gibt offizielle Zahlen von der gamescom 2010, diese war aus Sicht aller Beteiligten ein voller Erfolg. Ich kann mich dem Lobeskanon nur anschließen. See you in 2011.

So long, and thanks for all the games!

9 Gedanken zu „gamescom 2010 – Moshpit ohne Metal

  1. Das Brötchen sieht irgendwie aus wie ein Tier^^
    Die Bundeswehr is auf jedem Event vertreten. Sogar hier in Opladen aufm Stadtfest.
    Auf der GamesCom versuchen die den Leuten zu suggerieren, dass Krieg eigentlich auch nur n ziemlich cooles Game is. Die haben ja auch öfters so simulatoren da. Bundeswehr scheint ein riesen Spaß zu sein. Man darf die Humvees fahren, darf rumballern, Fallschirmspringen. Und man wird sogar dafür bezahlt.

  2. Schöner Bericht insgesamt! Scheint dir ja, entgegen allem teuren Essen, der Hitze und sonstigen Unannehmlichkeiten, richtig Spaß gemacht zu haben.

    Ich hab mir fest vorgenommen, nächstes Jahr auch da zu sein. Ich hoffe, es klappt, und am besten direkt jeden Tag 😀

  3. @Sephix: Jeden Tag? Um aus IT-Crowd zu zitieren „It can’t be done, you’re crazy!“… mal im Ernst: neben der ganzen Zockerei (YAY!) ist es in erster Linie ’ne Menge Latscherei und Steherei. Und dann ist da noch der übermäßige Publikumsverkehr an den restlichen Tagen. Weiß gar nicht, ob das machbar ist, an allen Tagen anwesend zu sein.

    @ DaRuX: Was für’n Heft?

  4. Zur Bundeswehr: Ich mag Krieg auch nicht, aber auf der gamescom läuft nunmal vorrangig genau die Zielgruppe rum: Junge Männer. Da ist es ganz klar, dass die dort sind. Ich selbst habe zwar den Stand noch nie besucht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass keiner dort versuchen wird, die Arbeit bei der Bundeswehr als Spiel darzustellen.

  5. Das hat nix mit einer Zu- oder Abneigung gegen Krieg zu tun, aber auf einer Veranstaltung, auf der es sich um Spiele dreht hat das Militär meines Erachtens nix verloren. Familien, die auf der gamescom ebenfalls zugegen waren (samt kleineren Kindern) sehen das garantiert ähnlich wie ich. Da kann noch so viel Militär in Spielen vorhanden sein…

    Um jetzt mal den Bogen zum Opladener Stadtfest (in Leverkusen) zu schlagen: die Attraktionen sind sicherlich das eine oder andere Karussell für Kinder, dann in erster Linie die Fressstände- und der Bierwagen. Was für eine „Zielgruppe“ soll hier bedient werden? Kleine Kinder und Trunkenbolde? Verzeih meinen Sarkasmus, aber Zielgruppendenken hat uns die Scheisse eingebrockt, was sich in Deutschland seit knapp über 5-6 Jahren „Fernsehen“ schimpft.

    Bei den ganzen Sparmaßnahmen, die nach und nach eingeleitet werden, wundert es mich überhaupt, dass Leute gesucht werden. Wenn so viel gespart werden soll, frage ich mich, wie dann die Besoldung aussehen soll?

    Vielleicht war es ein reines Marketingdenken der Bundeswehr, dass die Anwesenheit auf der gamescom dazugehören sollte. Denn dann ist es doch eigentlich umso schlimmer…

  6. Man müsste sich gleich n Hotelzimmer direkt nebenan nehmen, damit nicht nur An- und Abreisezeiten wegfallen sondern man vor allem auch zwischendurch mal richtige Pausen machen kann ohne gleich den ganzen Rest des Tage abzuhaken. Ohne das bei je Strecke allein mim PKW schon mindestens 30 Minuten Fahrtzeit wird das glaub ich nix, Pause @home kann man vergessen und mindestens 1h „Auf-den-Beinen-Zeit“ zumindest für den Fahrer kann man von dessen Tagespensum ja auch schon mal abziehen. Und wie utopisch die Theorie von der entspannenden Bahnreise ist dürfte wohl auch klar sein ^^

  7. Zu blöd nur, dass man dann eine Daurkarte für den jeweiligen Tag hat bzw. direkt ein Ticket für alle Tage haben muss als Privatbesucher, da man sobald man draußen ist, nicht mehr reinkommt mit einer „Tageskarte“ (irreführende Bezeichnung, soviel dazu). Dauerkarte kostet € 31,- und hält sich da mit den Kosten also auch einigermaßen im Rahmen.

    Aber trotzdem: zwischendurch Pausen zum Entspannen einplanen und reichlich Getränke mitnehmen. Meine Empfehlung: leere 2l Flasche von irgendeiner zuckersüßen Billigbrause mit Kraneberger (also Leitungswasser) auffüllen. Hilft und spart einiges an Geld. Das mit dem Essen… wer ein wenig zu viel auf den Rippen hat, kann die Gelegenheit nutzen und durch die Latscherei einiges an Kalorien verbrennen. Ansonsten (wie zwei der anwesenden Kumpels) einige Brote im Gepäck unterbringen, und schon ist die Laube fertig 🙂

    Das mit der Bahnreise… mhhh, S-Bahn hält sich entspannungstechnisch seeeehr in Grenzen. Speziell an etwas wärmeren Tagen. RE ist einigermaßen kühl, aber dafür umso voller. Und alles andere kann man sowieso nicht bezahlen 😛 Bei Autoanreise ist man immerhin ein wenig flexibler.

    P.S. Ich will nicht wissen, wie teuer die Hotels in der Gegend sind. Ich schätze mal, teuer! Aber da man ja jetzt schon weiss, wann nächstes Jahr die gamescom ist (17. – 21. August 2011, erster Tag mal wieder nicht für Normalsterbliche), kann man sich ggfs. ja schonmal umsehen. Hier zum Beispiel.

  8. Also das nächste zur Messe wäre wohl das Dorint, käme dann ein Doppelzimmer für Mi-Sa auf knappe 900€ ohne Frühstück… ^^
    Naja, wenn ich dafür irgendwann mal dafür deutlich weniger als einen Monat arbeiten müssen sollte könnte man da mal drüber nachdenken… lol

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